- Der Stuhlnagelmensch-
Mein Stuhlnagelmensch hat etwas vom Leben, er ist Märtyrer, gepeinigter, mutlos und hilflos, aber auch mutig und nicht der typische Rheinländer, der „vor jeder Heldentat auf der Flucht ist“. Er soll aufstehen, zumindest die Möglichkeit haben, sich von den Zwängen zu lösen; er soll die Liebe und Freiheit suchen und sich auch von den Schmerzen der Nägel befreien. Jeder Anfang ist schwer, bevor es anfängt leicht zu werden. Oben steht die Liebe unten der Hass links die Freiheit rechts die Unfreiheit und der Zwang. So habe ich ein Koordinatensystem von Luciano De Crescenzo entliehen, das mir und dem Betrachter alle Möglichkeiten gibt, den Stuhlnagelmenschen aufstehen zu lassen, um die Liebe zu suchen und die Freiheit oder den Hass und die Unfreiheit zu finden, wobei diese dann die Seele verbrennen; die Eintrittskarte zum Himmel.
„Einmal ein Schwein, immer ein Schwein“ könnte man meinen. Das ist aber nicht so. Der Stuhlnagelmensch hat alle Möglichkeiten, er kann aus dem schlechten etwas gutes machen und umgekehrt.
Steh auf, wenn Du ein Schalker bist! Das gilt im übrigen auch für Köln, Düsseldorf, Koblenz, Chicago und Hückeswagen, praktisch für die ganze Welt. Steh auf, wenn Du ein Mensch bist! So müsste es heißen; bleib nicht sitzen, denke nach und handele danach. Im Kern soll er Mut machen, uns den Tod vor Augen führen, der uns aber zum Leben zwingt, um es dann bewusster erleben zu können.
Mein Stuhlnagelmensch verwirrt einige Damen und sicherlich auch die Herren. Er ist aber das einzige Bild, das vorbehaltlos von einer Schulklasse mit 16 jährigen Schülerinnen und Schülern einstimmig als gutes Bild, das jedem gefallen hat, bezeichnet wurde. Ein ganz seltener Fall der Einigkeit im Geschmack. Die Jugendlichen haben gespürt, dass es Zwänge gibt, die überwunden werden sollen und müssen, dass es Ängste gibt, vor denen man nicht fliehen soll, sondern man soll aufstehen und handeln. „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!“
Tun Sie das, was Sie schon immer machen wollen! Sagen Sie nicht, „eigentlich“ wollte ich, sondern tun wir es doch! Das ist die Freiheit, die ich meine.
Ich male, weil ich malen will, ohne Filter. Wer meine Bilder sieht, entdeckt den Künstler und sich selbst.
Viel habe ich von den geistig Behinderten hier am Ort gelernt. Sie haben die ungefilterte Freiheit, die der Künstler braucht, um sich und seinem Bild gerecht zu werden. Diese Freiheit und Selbständigkeit habe ich zum Vorbild und sie ist für mich persönlich eine große Freude. Ich danke diesen Künstlern von Honnef sehr, mir den Weg gewiesen zu haben.
Der Stuhlnagelmensch resigniert nicht. Er überlegt nur und fragt sich, wann er denn endlich aufsteht. Er wird aufstehen, weil ihn die Nägel schon zu lange zwacken, er wird die Freiheit suchen und die Liebe finden. Der Weg wird sein Ziel sein. Er wird glücklich werden.
Die Kunstfreunde sollen über meine Bilder stolpern, sie haben bewusst Ecken und Kanten, wie der Mensch auch oder wie der gute Wein, der zur Diskussion einlädt. Harmonie in den Farben ist eine Seite, die andere Seite liegt in der Freiheit des Objekts und seiner Gestaltung.
Der Stuhlnagelmensch gibt Hoffnung, den Glauben an sich selbst und die positive Zuversicht, sein Leben einrichten zu können, wie man es tatsächlich leben will. Meine Behinderung habe ich mit Hilfe des Stuhlnagelmenschen zu Ihrem und meinem Vermögen gemacht.
„Werde so wie Du bist!“
-LEBEN-
Alles kommt wieder
Wir beide
Inbegriff der Liebe
Kirschen und Rallye Kadett
Regen spült mein Haar
Zeig bloß keine Sentimentalität
Schämst du dich nicht
Ich erwarte eine Erklärung
Die Liebe zur Freundschaft war`s
Schau Dich nicht um
Gibt es irgendeinen Menschen
Den du nicht liebst
JA
Den Gefesselten
-Nachts-
wenn der Schnee komm
schlaflos leise
dicke Flocken
deine Lügen begraben
bis alles verstummt
ein ruhiger Traum
du bist gegangen
still liegt der Graben
ohne Trauer
es wird Frühling
-GLÜCK-
Wer Schmetterlinge zum Lachen bringt
weiß wie Wolken schmecken
sitzt in windiger Kälte - allein -
Frankfurt Hauptbahnhof
der Zug der Zeit
Gleis -7-
jede Sekunde ist Vergangenheit und Jetzt und Morgen,
es gibt keine Gegenwart
nur im Traum.
Whoopy Goldberg
„it’s a brand new day“
ganze 24 Stunden
plötzlich weiß ich , was „Glück“ ist
mein Eis von Häagen – Dazs
und - der Gedanke an Dich
Jetzt
Schneeflocken zeigen mir den Himmel
Zeitlos
AKM Kreutzberg
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Kritisierst du andere,
meinst du dich selbst.
Verletzt du andere,
tust du dir weh.
Nimmst du anderen die Lust,
bleibt bei dir nur Frust.
Wenn du liebst, kommt die Stärke zu dir.
AKM Kreutzberg